Anamorphose: die bei normaler Ansicht verzerrt gezeichnete Darstellung eines Gegenstandes.


Diese Technik ist eine spezielle Form der perspektivischen
Dar-stellung, bei der das Bild verzerrt oder unerkennbar ist, es
sei denn man betrachtet es aus einnem bestimmten Winkel oder
mit Hilfe eines Spiegels oder einer Linse (vgl. DIY-Programm). Während gewöhnliche Bilder auf den Betrachterblick bezogen sind und aus nur zwei Koordinaten – der vertikalen Fläche des Bildes und dem ortogonal auf sie bezogenen Blick - bestehen, gibt es
bei anamorphotischen Bildern drei Koordinaten: die vertikale Bildfläche, die orthogonale Draufsicht, und die Schrägsicht im scharfen Winkel zum Bildträger (vgl. Linkliste). Generell unterscheidet man die zylinderische von der perspektivischen Anamorphose.

Perspektivische Anamorphose:

Ein klassisches Beispiel dafür ist Hans Holbeins Gemälde „Die Französischen Botschafter” aus dem Jahre 1533. Das merkwürdige Ding im unteren Bereich zwischen den beiden Figuren erscheint als Totenkopf, sobald man sie von der Seite betrachtet. Vgl. auch Grubingers #2: Black Out, #3: Team Bullying oder #4: Corpus Modulare.




Zylindrische Anamorphose:
Bei der zylindrischen Anamorphose wird ein gebogener Spiegel, manchmal eine Art Vase, auf dem Bild aufgesetzt, um es zu entzerren. Vgl. Grubingers #1: Generation Gap.


Download DIY-Anamorphoseprogramm für Windows

Programm zur Hervorbringung eigener Anamorphosen; erstellt als Abitur-Fach-Arbeit Physik (Pfaffenhofen 1999) vom 2. Preis-träger des Schülerwettbewerbs 'Jugend forscht' – Friedl Ulrich.